Warum sollte man sich vor UV-Strahlen schützen?

Die Sonnenbrille ist heutzutage ein modisches Accessoire, das es in allen Formen und Farben zu kaufen gibt. Allerdings besteht ihr eigentlicher Zweck darin, die Augen vor ultravioletter Strahlung der Sonne zu schützen – Umgangssprachlich UV-Strahlen genannt und für uns nicht sichtbar. Dennoch kann sie sehr gefährlich sein. Das energiereiche ultraviolette Licht kann zu Gewebeschäden – auch an Binde- und Hornhaut – führen, auf lange Sicht einen grauen Star (Katarakt) hervorrufen oder Hautkrebs mitverursachen.

Dass man Sonnenbrillen nur im Sommer braucht, ist ein gemeinläufiger Irrtum. Denn unsere Augen sind in jeder Jahreszeit UV-Strahlen ausgesetzt. Auch wenn wir uns nicht im direkten Sonnenlicht aufhalten, reflektieren Schnee, Wasser, Wolken, Sand, Glasfronten und Strassen UV-Strahlen, die dann schräg in unser Auge fallen, ohne von uns wahrgenommen zu werden. In den Bergen verstärkt der Schnee die Strahlung sogar um 80 bis 95 Prozent.

Kinderaugen sind durch die grossen Pupillen und ihre helleren Augenlinsen besonders von UV-Strahlen gefährdet. Ohne eine Sonnenbrille gelangt mehr Strahlung zur Netzhaut und kann die empfindlichen Photorezeptoren beschädigen.

Es lohnt sich dementsprechend die Augen mittels einer Sonnenbrille zu schützen.

Verschiedene Blendschutzkategorien

Nebst dem UV-Schutz enthalten die meisten Sonnenbrillen einen sogenannten Blendschutz. Er setzt dort an, wo unser natürlicher Blendschutz nicht mehr ausreicht: Bei zu viel Lichteinstrahlung zieht sich unsere Pupille automatisch zusammen, damit weniger Strahlen ins Auge einfallen. Wenn die Strahlung aber zu intensiv ist, reicht diese Reaktion nicht mehr aus und wir fühlen uns geblendet. Gerade beim Autofahren kann dies sehr gefährlich werden.

Gegen dieses Blenden helfen die getönten Scheiben einer Sonnenbrille. Der Fachmann spricht von Blendschutzkategorien oder Schutzstufen, die die Lichtanteile unterschiedlich stark filtern. Die Skala reicht von 0 bis 4; je höher der Wert, desto dunkler die Glasfarbe und desto mehr störendes Licht wird herausgefiltert.

  • Kategorie 0: 0 bis 20 Prozent Lichtabsorption: Sehr heller Filter, für leichten Lichtschutz etwa bei bewölktem Himmel und für abends.
  • Kategorie 1: 20 bis 60 Prozent Lichtabsorption: Heller bis mittlerer Filter, gut geeignet für bedeckte Tage und wechselnde Lichtverhältnisse.
  • Kategorie 2: 60 bis 80 Prozent Lichtabsorption: Dunkler Universalfilter, besonders geeignet für den Sommer, der perfekte Blendschutz für unsere Breitengrade.
  • Kategorie 3: 80 bis 90 Prozent Lichtabsorption: Sehr dunkler Filter, gut geeignet für südliche Gefilde, helle Wasserflächen, den Strand und die Berge.
  • Kategorie 4: 90 bis 95 Prozent Lichtabsorption: Extrem dunkler Filter, zu dunkel für den Strassenverkehr, doch geeignet für Hochgebirge und Gletscher und bei Schnee.

Farbenfrohe Gläserauswahl

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum man Sonnenbrillen in allen möglichen Farben kaufen kann? Die Gläserfarbe hängt von der Schutzstufe und der Verfälschung der Umgebungsfarben ab. Vielen Menschen ist leider nicht bewusst, dass eine dunkle Gläserfarbe bei Sonnenbrillen, nicht automatisch einen UV-Schutz voraussetzt. Die Farbe gibt lediglich Hinweis darauf, dass ein Blendschutz vorhanden ist.

  • Braune, graue und grüne Gläser sind universell einsetzbar und sehr beliebt für Allzweck-Sonnenbrillen. Sie verfälschen die Farben der Umgebung am wenigsten.
  • Gelb- und orangefarbene Brillengläser erhöhen die Kontraste von Sonnenbrillen. Auch bei wechselhaften Lichtverhältnissen bleibt die Sicht gut. Allerdings ist der Blendschutz eher gering.
  • Blaue Gläser bieten einen leichten Blendschutz bei klarer Sicht und sind bei Schwimmbrillen eine gute Wahl.
  • Farblose Gläser schützen die Augen und verfälschen die Umgebungsfarbe nicht. Sie sind für den Indoor-Sport geeignet, weniger für Sport im Freien, da der Blendschutz fehlt.

Selbsttönende Gläser

mit selbsttönenden Gläsern passen sich praktisch jeder Sonneneinstrahlung an. Sie werden automatisch dunkler oder heller, je nach Lichtverhältnissen. Im Fachjargon «phototrope Gläser» genannt, was aus dem Griechischen übersetzt «lichtwendig» heisst. Selbsttönende Gläser bieten Schutz vor Blendung und verstärken zusätzlich das Kontrastsehen. Die Technik ist mittlerweile so ausgefeilt, dass sich die Gläser binnen kurzer Zeit auf veränderte Lichtverhältnisse einstellen. Bereits innerhalb 30 Sekunden können Sonnenbrillen mit selbsttönenden Gläsern zwischen 10 und 80 Prozent dunkler sein als zuvor.

Für Autofahrer sind die selbsttönenden Gläser allerdings nicht in jedem Fall geeignet, da sie hinter der Autoscheibe eventuell zu wenig oder kaum verdunkeln.

Sonnenschutz für Brillenträger

Brillenträger müssen nicht auf eine scharfe Sicht verzichten! Es lässt sich fast jede Sonnenbrille mit passenden Korrekturgläsern in Ihrer Stärke anfertigen. Die Kosten sind jedoch im Vergleich zu anderen Sonnenbrillen höher. Als Alternative eignet sich ein Clip mit getönten Scheiben oder eine Überbrille. So lässt sich jede normale Brille zur Sonnenbrille umwandeln. Der Clip wird einfach auf die eigene Brille gesetzt. Dabei ist der UV-Schutz allerdings geringer, als bei einer Sonnenbrille, die in der Regel eng am Gesicht getragen wird und mehr abschirmt.

Die Überbrille mit Filtergläsern kann einfach über der Korrekturbrille getragen werden und leicht auf- sowie abgesetzt werden.

Sonnenbrille kaufen

Gerade weil Sonnenbrillen ein beliebtes Accessoire sind, gibt es grosse Qualitätsunterschiede. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, sind Sie am besten damit beraten, ein Fachgeschäft aufzusuchen.

Und dennoch liefern einige Faktoren Hinweis auf die Qualität einer Sonnenbrille, die Sie als Käufer überprüfen können.

UV-Schutz

Befindet sich ein CE-Kennzeichen auf der Innenseite des Bügels und eine weitere Kennzeichnung, die den UV-Schutz (UV400) angibt, dann können Sie davon ausgehen, dass der Hersteller die EU-Sicherheitsstandards eingehalten hat und die Gläser alle Strahlen bis Wellenlänge 400 nm blockieren. Die Hersteller und Lieferanten von Sonnenbrillen müssen gemäss den EU-Normen auch genau angeben, wenn es Einschränkungen im Gebrauch gibt. Leider gibt es keine Überwachungsinstanz, die jedes Modell einzeln überprüft – gerade bei auffällig preisgünstigen Sonnenbrillen von angeblichen Marken ist deshalb Vorsicht geboten.

Sitz der Brille

Weder die Nasenauflage, noch die Scharniere oder Bügel dürfen drücken. Die Nasenpads sollten deshalb aus weichem Kunststoff bestehen, abgerundet sein und sich flexibel an der Nasenform anpassen können.

Gläserqualität

Halten Sie die Sonnenbrille 30 bis 50 Zentimeter vor eine gerade Linie oder Kante. Das Glas darf diese Gerade nicht «knicken» oder verzerren.

Auf einen leichten Fingerdruck hin darf das Glas nicht in sich nachgeben.

Material

Egal ob Kunststoff oder Metall: das Material sollte auf Druck leicht nachgeben. Ist es zu hart, lässt sich die Sonnenbrille schlecht anpassen und zerbricht vielleicht schneller.



Öffnungszeiten

Montag - Freitag          09.00 bis 18.30 Uhr                     Samstag                        08.00 bis 16.00 Uhr    

 

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